9. Türchen vom TSD-Blogger-Adventskalender

 In Hundetraining, Trainingstipps

Herzlich willkommen hinter dem 9. Türchen im Tsd-Blogger-Adventskalender! 

Ihr seid mitten in einer vorweihnachtlichen Blogparade gelandet, in der TrainerInnen der Initiative „Trainieren statt dominieren“ statt mit Bällchen mit Fragen werfen. Euch erwarten täglich Anekdoten, Trainingstipps und Verlosaktionen.

Kürzlich haben sich die bloggenden Unterstützerinnen und Unterstützer der Initiative „Trainieren statt dominieren“, kurz: Tsd, zu einem Netzwerk zusammengeschlossen. Um das Tsd-Blogger-Netzwerk schnell bekannt zu machen, veranstalten wir eine vorweihnachtliche Blogparade, die genau 24 Tage lang läuft.

Kurz gesagt: Wir haben einen Adventskalender für euch gemacht!

Digitale Bällchen zuwerfen wollen wir uns nicht. Wir werfen stattdessen jeweils drei Fragen zum nächsten Türchen, sodass ihr täglich in einem anderen Hundeblog landet, bei dem ihr euch sicher sein könnt, dass der Blogger wirklich kompetent in Sachen Hund ist. Tolle kleine, aber feine Preise könnt ihr obendrein auch noch gewinnen. Denn hinter den allermeisten Türchen wartet eine Verlosaktion auf euch.


Mir hat gestern Lina Bartel von Hundetraining & Verhaltensberatung Bartel Fragen gestellt:

1. Liebe Sarah, Du hast 2 eigene Hunde, Darryl und Leo. Was gefällt dir an der Mehrhundehaltung am Besten?

leo-7-5-monateViele Menschen sagen ja, ein zweiter Hund wäre kaum mehr Arbeit als nur ein Hund daheim. Doch dies direkt vorne weg: Nein. Das sehe ich überhaupt nicht so. Man sollte sich bewusst sein, dass zwei Hunde definitiv mehr Arbeit bedeuten. Es handelt sich um zwei vollständige Individuen, von denen beide ihre Bedürfnisse erfüllt werden müssen. Es geht nicht nur darum, dass mehr Dreck entsteht oder mehr Futterkosten aufgebracht werden müssen. Man hat dann mit zwei (oder mehr) Persönlichkeiten zu tun, die oft sehr unterschiedliche Verhaltensweisen an den Tag legen und eben unterschiedliche Bedürfnisse haben.

darryl-wald-iDoch genau DAS gefällt mir so besonders gut an der Mehrhundehaltung. Zwei unterschiedliche Individuen, die mir beide jeden Tag aufs neue zeigen, dass Hunde ihre ganz eigenen Persönlichkeiten haben. Darryl ist unser “Großer”. Ein Boxer Mischling aus dem australischen Tierschutz. Er kam zu uns, als er ca. 2 Jahre alt war. Vorgeschichte unbekannt. Leo ist unser “Kleiner” (auch wenn er mit 63cm Schulterhöhe den “Großen” bald eingeholt hat). Er ist ein Weißer Schweißer Schäferhund, jetzt 9 Monate jung. Die beiden könnten unterschiedlicher in Ihrem Charakter, Temperament und entsprechend im Verhalten nicht sein. Gerade als Hundetrainer macht es so viel Spaß und ist so lehrreich, die beiden tag täglich in ihrer Interaktion mit einander, aber auch individuell beobachten zu können.

Beide haben ihre “Baustellen” und auch wenn es manchmal anstrengend sein kann, sind die beiden meine besten Lehrer! Durch ihre so ganz unterschiedlichen Charaktere kann ich mich in eine Vielzahl von Hundebesitzern hineindenken und fühlen. Auch eben dies gefällt mir an der Mehrhundehaltung. Man kann immer die ein oder andere Anekdote über den einen oder den anderen Hund beim Kunden erzählen und zeigen, dass man selbst nicht nur Hundetrainer sondern auch ein ganz normaler Mensch mit zwei ganz “normalen” Hunden ist. 🙂

 

2. Welches Problemverhalten trainierst du am liebsten und warum?

“Problemverhalten” so wie wir es verstehen, ist in vielen Fällen für den Hund ja gar kein “Problemverhalten”, sondern häufig einfach ganz normales, hundetypisches Verhalten, welches einfach nicht in unseren Menschen-Alltag passt.  Zum Beispiel wenn der Hund jagen geht, wenn er Katzenkot leckerer findet als sein Trockenfutter oder aber auch wenn er nicht jeden anderen Hunden leiden mag und dies auch mal ab und an kundtut.

Gerne trainiere ich mit Hundehaltern, die einen ungestümen, allesfressenden Geier daheim haben, der nur auf die nächste Gelegenheit wartet, in der Essen vom Küchentresen runterfällt oder dem Hundehalter-Kind das Brot mit Wurst und Käse aus den Händen klauen zu können oder am Besten noch direkt vom eben erwähnten Küchentresen. Häufig können sich Hundehalter gar nicht vorstellen, dass der eigene Hund lernen kann, sich zurück zu nehmen, Selbstbeherrschung zu lernen und nicht auf jedes herabfallende Futterstück zu stürzen. Dann macht es umso mehr Freude zu sehen, wie dem Hundehalter das Herz aufgeht, wenn sie bereits nach paar Minuten Training erleben, wie der eigene Hund aka Geier sich zurücknehmen kann und sogar ganz von einem Futterstück abwendet. Und das ganze ohne Druck, ohne Zwang, ohne Gewalt.

Zu diesem “Problemchen” kann ich auch jedem an dieser Stelle das Buch von Sonja Meiburg ans Herz legen.

 

3. Du hast dich sehr viel weitergebildet, mehrere Ausbildungen gemacht und zahlreiche Seminare besucht. Welcher Trainer hat bei dich dabei am meisten inspiriert?

Oh das ist wirklich eine schwere Frage, denn auf einen Trainer festlegen fällt mir da gar nicht so einfach. Darf ich mir auch zwei raus picken? 🙂

Also als aller erstes ganz klar James O’Heare. Durch ihn habe ich gelernt, Verhalten zu sehen als das was es ist, was es auslöst und was es aufrecht erhält. Ganz ohne dem ganzen Ding irgendwelche Labels aufdrücken zu wollen. Diese Labels findet man häufig in der Hundeszene und reichen von “frech” über “dominant” über “stur” und ähnliche. Das Problem daran ist, das einem die Vergabe eines Labels nicht weiter bringt. Weder im Training noch in der Beziehung zum Hund.

Bereits bevor ich die Ausbildung bei O’Heare gestartet habe, bin ich zum Verfechter eines ethischen Hundetrainings geworden, aber durch ihn hat sich das ganze noch einmal verstärkt und mir viele neue Denkansätze und Herangehensweisen verschafft.  Im späteren Verlauf kamen Trainer wie Dr. Susan Friedman, Chirag Patel und Emily Larlham hinzu, die mich in ihrer Art im Umgang mit Mensch und Hund einfach fasziniert und auch entsprechend inspiriert haben.

Ich bin mir sicher, da werden noch viele, viele tolle Trainer folgen!

 

** VERLOSAKTION **

Ich verlose 1x das Trainingstagebuch “Alltagstraining” von EASY DOGS unter allen Teilnehmern, die unseren Beitrag zum 9. Kalendertürchen auf der terrificPAWS Facebook Seite liken!

trainingstag

Teilnahmebedingungen Gewinnspiel:

Teilnahmeberechtigt sind alle Facebook-Teilnehmer ab 18 Jahre, die diesen Beitrag bis zum 09.12.2016 23.00 Uhr auf unserer Facebookseite liken. Die Teilnahme ist nicht an den Kauf einer Ware oder Dienstleistung gebunden. Der/Die Gewinnerin wird am 10.12.2016 nach dem Zufallsprinzip ermittelt und erklärt sich damit einverstanden, dass sein Name bei Facebook im Kalendertürchenbeitrag genannt wird. Veranstalter des Gewinnspiels ist die mobile Hundeschule terrificPAWS. Das Gewinnspiel steht in keiner Verbindung zu Facebook und wird in keiner Weise von Facebook gesponsert, unterstützt oder organisiert. Für die Teilnahme am Gewinnspiel ist die Angabe von persönlichen Daten notwendig. Der Teilnehmer versichert, dass die von ihm gemachten Angaben zur Person, insbesondere Vor-, Nachname und Adresse wahrheitsgemäß und richtig sind. Sämtliche personenbezogenen Daten der Teilnehmer werden ohne Einverständnis weder an Dritte weitergegeben noch diesen zur Nutzung überlassen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

Ich stelle drei Fragen an Sabine Wöhner von der Hundeschule Just for Dogs. Die Antworten auf meine Fragen gibt´s gleich morgen im nächsten Türchen!

1. Liebe Sabine, zusammen mit Sabrina Reichel hast du das Büchlein “Der Alltagsbegleiter” herausgebracht. Magst du uns erzählen, was euer Antrieb für dieses Projekt war und warum es so wichtig ist, das man Übungen und Lernerfolge schwarz auf weiß niederschreibt?

2. Du bietest “Training on Tour, Learning by Walking” in deiner Hundeschule an. Magst du uns ein wenig darüber berichten und erzählen, warum Training außerhalb des Hundeplatzes so wichtig ist?

3. Du lebst zusammen mit 2 Australian Shepherds. Jasko zog bereits vor 10 Jahren bei dir ein. Was ist für das faszinierende an dieser Rasse und welche Charaktereigenschaft schätzt du besonders?

Start typing and press Enter to search